Bedeutung der Wirtschaft im römischen Hispanien
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Bergbau und Sklaven
Öl, Garum und Keramiken
Bedeutung der Wirtschaft

 
1.3 Die Bedeutung der Wirtschaft

Zusammenfassend kann man sagen, dass gerade für Städte an der Küste der Baetica der Export eine große Rolle spielte. Vor allem der Export von Olivenöl und Metall war weitreichend. Die Verbreitung des Tongefäßes Dressel 20 sowie des spanischen Garum im gesamten Reich sind ein Indiz für die Bedeutung der hispanischen Wirtschaft der Baetica, wohingegen die inneren Teile Spaniens Lusitania und Tarraconensis den Bergbau und die Binnenversorgung der Provinzen betrieben.  Die Führungsrolle des hispanischen Öls wurde zu Beginn des  3. Jahrhunderts von der Provinz Africa Proconsularis abgelöst. Dennoch blieb dessen Anteil am Handel groß. [15]  

Hispaniens Bedeutung wuchs wegen seiner Wirtschaft. Öl und Garum - diese typisch römischen Verbrauchsgüter waren hispanische Produkte. Ob der Handel nun über die Städte oder über das Land ablief: Wer davon profitierte, waren die Eliten. Und deren Wirkungskreis war in den Städten, die durch den Reichtum ihrer führenden Köpfe zu wichtigen Partnern im römischen Reich wurden. Auch zeitlich lässt sich das nachvollziehen. Als die Provinz begann ihr Öl zu exportieren, traten die ersten Verbesserungen im Stadtrecht unter Caesar ein.


 
 [15] Claude Lepelly (Hrsg.): Rom und das Reich in der Hohen Kaiserzeit. S. 135