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| Einleitung |
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Welche Mechanismen lösten die Romanisierung in Hispanien aus? Welche Rolle spielten dabei die Wirtschaft, die sich verändernde Rechtsstellung der Städte und inwieweit wirkten die lokalen Eliten daran mit? Diese drei Faktoren sollte man aber nicht isoliert betrachten, sondern in einen Zusammenhang bringen. In Wirklichkeit ergänzten und beschleunigten sich diese Entwicklungen gegenseitig. Anhand von drei Zeitabschnitten kann man dies recht gut erkennen: Die republikanische Zeit, den Anfang des Prinzipats unter Caesar und Augustus sowie die Regierung Vespasians. Aber auch die beiden hispanischen Kaiser Trajan und Hadrian wirkten spürbaren Einfluss auf die Entwicklung Hispaniens aus. Da das römische Reich eine Stadtgesellschaft war, lässt sich die Entwicklung Hispaniens anhand der Städte am deutlichsten zeigen.Jedoch sind die Quellen „ungleichmäßig gestreut“[1] und besonders in Zentral- und Nordwesthispanien bezeichnet Géza Alföldy die Überlieferung gar als „ärmlich“[2]. Glücklicherweise ist die Munizipalisierung für die Geschichte Hispaniens das „bevorzugte Forschungsgebiet“[3]. Simon Keay, der mit Roman Spain einen allgemeinen, aber trotzdem detaillierten Überblick über die Geschichte Hispaniens gegeben hat, spricht gar von einer Datenexplosion in den letzten zehn Jahren.[4] Problematisch ist auch der weitreichende Begriff Romanisierung. Die Ausbreitung von Keramik aus Italien in den Provinzen ist, wie Alföldy[5] beweist, kein ausreichendes Indiz für Romanisierung. Wie ich zeigen werde war in Spanien genau das Gegenteil der Fall. Die Ausbreitung der spanischen Dressel 20 Amphore im gesamten Reich vollzog sich zeitgleich mit einem großen „Romanisierungsschub“ der Region unter Caesar. Bei der Definition des Begriffes Romanisierung halte ich mich daher an Alföldy.[6] Ich gehe jedoch, um der Arbeit die nötige Aussagekraft zu verleihen, nicht auf alle seine Punkte ein, sondern nur auf die, welche meiner Meinung nach die Romanisierung am stärksten vorantrieben.
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[1] Claude Lepelly (Hrsg.): Rom und das Reich in der Hohen Kaiserzeit. 44 v.-260 n. Chr. Band 2. Die Regionen des Reiches. Leipzig. 2001 S. 121
[2] Géza Alföldy: Römisches Städtewesen auf der neukastilischen Hochebene. Ein Testfall für die Romanisierung. Heidelberg 1987 S. 93
[3] Claude Lepelly (Hrsg.): Rom und das Reich in der Hohen Kaiserzeit. S. 141
[4] Simon Keay: Roman Spain. London. 1988. S. 6
[5] Géza Alföldy: Römisches Städtewesen auf der neukastilischen Hochebene. S. 23 – er zitiert hierbei R. Chevalier: La romanisation de la Celtique du Pô. Paris, Rom. 1983 S. 273
[6] Alföldy: Römisches Städtewesen auf der neukastilischen Hochebene S. 23-30
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