Ab der Prinzipatszeit wurde Hispanien und hierbei besonders die Baetica durch seine Exporte von Olivenöl, Garum und Keramiken bekannt.
Die gewichtige und mit dickem Bauch versehene sogenannte Dressel 20 Amphore wurde an den bisher über 71 gefundenen Brennstätten am Fluss Guadalquivir zwischen Hispalis und Corduba hergestellt. Die Amphoren wurden mit Öl oder Garum gefüllt und in das gesamte Reich exportiert.
Die Dressel 20 findet sich in Alexandria, Karthago, Basel, Budapest und York, von „Athen bis zur Nordsee“[12]. Die Scherben auf dem Mons Testaceus in Rom sind hauptsächlich Dressel 20.[13] Die wirtschaftliche Bedeutung des spanischen Öls im Reich war enorm und nahm in der flavischen Zeit die Führungsrolle am römischen Markt ein.
Ob der Handel größtenteils über die Städte oder über die ländlichen Gegenden ablief, ist leider noch unklar. Der Handel von Getreide wurde oft direkt vom Gutshof aus betrieben.[14] Der Fernhandel hat aber mit Sicherheit über die Häfen der Städte stattgefunden.
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