Öl, Garum und Keramiken | Hispanien
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Bergbau und Sklaven
Öl, Garum und Keramiken
Bedeutung der Wirtschaft

 
1.2. Öl, Garum und Keramiken

Ab der Prinzipatszeit wurde Hispanien und hierbei besonders die Baetica durch seine Exporte von Olivenöl, Garum und Keramiken bekannt.

Die gewichtige und mit dickem Bauch versehene sogenannte Dressel 20 Amphore wurde an den bisher über 71 gefundenen Brennstätten am Fluss Guadalquivir zwischen Hispalis und Corduba hergestellt. Die Amphoren wurden mit Öl oder Garum gefüllt und in das gesamte Reich exportiert.

Die Dressel 20  findet sich in Alexandria, Karthago, Basel, Budapest und York, von „Athen bis zur Nordsee“[12]. Die Scherben auf dem Mons Testaceus in Rom sind hauptsächlich  Dressel 20.[13]  Die wirtschaftliche Bedeutung des spanischen Öls im Reich war enorm und nahm in der flavischen Zeit die Führungsrolle am römischen Markt ein.

Ob der Handel größtenteils über die Städte oder über die ländlichen Gegenden ablief, ist leider noch unklar. Der Handel von Getreide wurde oft direkt vom Gutshof aus betrieben.[14] Der Fernhandel hat aber mit Sicherheit über die Häfen der Städte stattgefunden.


 
 

[12] Claude Lepelly (Hrsg.): Rom und das Reich in der Hohen Kaiserzeit. S. 135

[13] Simon Keay: Roman Spain. S. 103

[14] So verkaufte Plinius der Jüngere seine Ernte von seinem Gut aus an Großhändler. Allerdings liegt nahe, dass Olivenöl, das in andere Provinzen gehen sollte, wohl von den Häfen der Städte aus transportiert wurde. Claude Lepelly (Hrsg.): Rom und das Reich in der Hohen Kaiserzeit. S. 45